>
zurück<
Einsames Blatt
Einsames Blatt, sucht zarten Boden zum Fallen.
Als ich heimkehrte verschloss ich alle Tore,
aus Angst, die Vergangenheit,
oder gar das Jetzt,
könne mir ins Haus folgen.
Ich verhang alle Fenster,
weil ich das Licht der Realität scheute.
Ich hoffte in der tiefschwarzen Dunkelheit,
alleine mit mir und meinen Gedanken,
eine Lösung,
vielleicht die Erlösung zu finden.
Wollte meine Illusionen festhalten,
für die Zukunft bewahren,
doch wie verspotteten mich die Bilder an der Wand,
wie glänzten selbst in der Dunkelheit,
die Narben auf meiner Haut:
Stimmen lachten so laut, das ich sie am Morgen darauf,
noch vernehmen konnte.
So versuche ich zu flüchten,
dorthin wo Ängste und Endtäuschungen ausbleiben.
Um weiterhin, einsam, Tag für Tag, Stunde um Stunde,
hinter meinem Lächeln zerfallen.
Doch wieso?
Bin doch nur ein einsames Blatt,
das einen zarten Boden zum fallen suchte.